Au-Pair in den USA

Auslandsjahr als Karriere-Sprungbrett

weltweiser · Au-Pair · Cultural Care

von Marc Jaschinski, Cultural Care Au Pair

Land: USA

Programm: Au-Pair

Erschienen in: (Nix für) Stubenhocker.

Die Zeitung für Auslandsaufenthalte,
Nr. 1 / 2011, S. 39-40

Das Programm für Kostenbewusste
Ein Jahr in den USA verleiht späteren Bewerbungen das nötige Plus, und fließende Englischkenntnisse sind Voraussetzung für jedes Studium. Aber wie finanzieren? Für alle 18- bis 26-Jährigen ist das Au-Pair-Programm der günstigste Weg ins Ausland. Der Clou bei dieser Art des Auslandsaufenthaltes ist so einfach wie lang bewährt: Für den verantwortungsvollen Job als Ganztagsbabysitter in den USA erhält man freie Verpflegung und Unterkunft bei einer ausgesuchten Gastfamilie. Dazu gibt es US$200 Taschengeld pro Woche und einen Studiengeldzuschuss, um beispielsweise Kurse an einem amerikanischen College besuchen zu können. Erfahrung in der Kinderbetreuung, Führerschein, Abi bzw. Realschulabschluss oder eine Ausbildung sind alles, was man braucht.

Die smarte Wahl der richtigen Organisation
Die Wahl der Organisation ist entscheidend; nur wenige überhaupt dürfen das begehrte Aufenthalts- und Au-Pair-Job-Visum für das Gastland USA ausstellen. Mit einer seriösen und professionellen Vermittlung im Rücken fällt der Abschied von den Lieben in Deutschland zwar immer noch schwer genug, aber man weiß, dass man eine großartige Chance vor sich hat und auf die richtige Auswahl der Gastfamilie vertrauen kann. Sowohl in Deutschland als auch vor Ort gibt es viel Unterstützung: Die Organisation hilft im Detail bei der Vorbereitung des großen Abenteuers und in den USA werden zum Beispiel bei Barbecues, beim Kürbisschnitzen oder beim Spiel der lokalen Baseball-Mannschaft monatliche Kennlerntreffen in der Region organisiert, sodass man über das Land der unbegrenzten Möglichkeiten bald sagen kann: „Home, sweet home!“ Achtung: Bei der Wahl der Organisation sollte man aufpassen, dass sämtliche Flüge und Transfers sowohl auf dem Hinweg zur Gastfamilie als auch auf dem Rückweg zurück nach Deutschland in der Programmgebühr enthalten sind. Sonst wird durch hohe Kosten für die An- und Abreise ein vermeintliches Schnäppchen bei Billiganbietern ganz schnell zum finanziellen Desaster.

Das Auslandsjahr als Karriere-Kick
Englisch lernt man fließend und lässt damit bei der späteren Bewerbung seinen Lebenslauf vor Personalern glänzen. Die gesellschaftlichen „dos und don’ts“ bringt einem die Gastfamilie bei und auf spätere Uni-Tage bereiten einen die amerikanischen Kommilitonen am College vor, wo man nebenher Kurse belegen kann. Während dieses Jahres wächst außerdem das Vertrauen in sich selbst, was man bei einem so großen Schritt über den Atlantik auch verdient. Mit all diesen neu gewonnenen Soft Skills und der erlernten Kunst des amerikanischen Small Talks bewegt sich jedes ehemalige Au-Pair in Berufsausbildung und im Studium auch sicher auf internationalem Parkett – das Jahr als Au-Pair ist ein klares Karrieresprungbrett!

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Stephanie Wolf, 22, aus Berlin erinnert sich:
„Nach der Schule ein Jahr in die USA, das war schon immer mein Traum! Was genau später passieren würde, ob Studium oder Ausbildung, war mir gar nicht klar. Aber eine Pause machen, diese sinnvoll nutzen und auch noch mit Kindern arbeiten, das war mir wichtig! Am Ende des Sommers startete mein Flieger nach New York. Der Abschied von den Liebsten war nicht ganz einfach, aber ich wusste, es würde sich lohnen. Schon am Flughafen lernte ich viele Au-Pairs mit dem gleichen Ziel kennen – Amerika! Wir verbrachten eine Woche in einer Schule, wo wir auf unsere Tätigkeit vorbereitet wurden. Diese ersten Tage zusammen mit anderen Au-Pairs und dem Team meiner Organisation waren sehr hilfreich. Wir konnten uns über unseren Abschiedsschmerz, unsere Gastfamilien und über unsere riesige Vorfreude austauschen. Nach dieser Woche voller neuer Eindrücke hieß es dann: auf zu meiner Gastfamilie! Das Gefühl, das man beim ersten Aufeinandertreffen hat, kann man nicht nachempfinden, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Eine „fremde“ Familie, die sich riesig auf dich freut, und selbst voller Erwartungen und Vorfreude ist. Unvorstellbar! Meine neue Familie stand am Flughafen von Hartford, Connecticut, lachend und mit Ballons in der Hand. Ich wusste gleich, dass ich genau die richtige Familie für mich gefunden hatte. Von Anfang an war ich sehr willkommen.

In den nächsten zwölf Monaten sollte meine Aufgabe darin bestehen, mich um Zwillinge im Alter von anfangs fünf Monaten zu kümmern. In meinen Augen zunächst eine unlösbare Aufgabe, aber man kann sich nicht vorstellen, wie man an solch einer Sache wächst. Meine Gasteltern und ich schwammen sofort auf einer Wellenlänge, auch wenn es am Anfang hier und da Probleme mit der Verständigung gab. Wenn man sich jedoch mitteilen muss, dann kommt alles von ganz allein. Ich brannte richtig darauf, meinen Liebsten daheim alles berichten zu können. Dank Skype war es mir möglich, ihnen alles, aber auch wirklich alles, mitteilen zu können. Schon nach wenigen Wochen in den USA wusste ich, dass ich angekommen war – angekommen im Land meiner Träume! Ich lernte viele tolle, unterschiedliche und vor allem Menschen aus den verschiedensten Kulturen kennen und hatte bald ganz neue Freunde und auch ein weiteres „Zuhause“ gefunden. Auf unseren Treffen, die einmal im Monat von unserer Organisation veranstaltet wurden, knüpfte ich Kontakt zu allen möglichen Au-Pairs aus der Umgebung. Wir verabredeten uns oft nach Feierabend, um ins Kino zu gehen, zusammen Sport zu machen oder einfach nur zum Reden.

„Selbstverständlich war der Alltag anstrengend und verantwortungsvoll, aber ein einziges Lächeln der Babys brachte mein Herz zum Schmelzen“

Die Monate verstrichen wahnsinnig schnell. Meine Gasteltern planten mich bei jedem Familienausflug fest mit ein und behandelten mich als vollwertiges Mitglied der Familie. Oft besuchten wir die Oma der Familie in Boston oder andere Verwandte, und ich war immer mit dabei. An meinen freien Wochenenden, an Feiertagen und während meiner zwei Wochen Urlaub reiste ich nach Kanada an die Niagara Fälle und unzählige Male in andere Großstädte wie New York. In meiner täglichen Aufgabe der Kinderbetreuung ging ich förmlich auf. Selbstverständlich war der Alltag anstrengend und verantwortungsvoll, aber ein einziges Lächeln der Babys brachte mein Herz zum Schmelzen. Noch heute bin ich sehr froh, ihr Au-Pair gewesen sein zu dürfen. Meine Gastmama sagte am Ende meiner Au-Pair-Zeit: „Steffi, wir sind dir unendlich dankbar, dass du die zwei auf deine Art so positiv geprägt hast!“ Das war das wertvollste Kompliment, das ich bekommen konnte. Der Tag der Abreise rückte immer näher und die Tränen wurden von Tag zu Tag größer. Der Abschied war hart, aber letztendlich reiste ich nach Hause und war trotz aller Trauer auch voller Vorfreude, meine Eltern und meine Freunde wiederzusehen.

„Es ist ein wahnsinniges Gefühl zu wissen, dass ich dort immer wieder willkommen bin“

Es war ein unbeschreibliches Gefühl, nach einem Jahr in der Ferne wieder heimzukommen in die „alte“ Heimat und zugleich zu wissen, dass man ein zweites, neues Zuhause gewonnen hatte. Noch heute habe ich sehr engen Kontakt zu meiner Gastfamilie, gerade erst war ich drei Wochen zu Besuch. Es ist ein wahnsinniges Gefühl zu wissen, dass ich dort immer wieder willkommen bin und miterlebe, wie „meine“ Zwillinge immer größer werden. Die Entscheidung, ein Jahr lang wegzugehen, war für mich die richtige. Während meiner Zeit als Au-Pair habe ich gemerkt, dass ich mit Menschen arbeiten möchte, in einem internationalen Umfeld und am liebsten im Bereich Marketing. Es war mir wichtig, meine gewonnenen Englischkenntnisse in meinem späteren Beruf nutzen zu können. Zurück in Deutschland, begab ich mich auf die Suche nach einer passenden Ausbildung und gleich das erste Vorstellungsgespräch, zum Teil auf Englisch, war ein Erfolg: Ich mache eine Ausbildung als Bürokauffrau in einem großen Touristikunternehmen, habe viel Kontakt zu Kollegen aus den USA, und werde gerade in der Sales und Marketing Abteilung eingearbeitet. Heute kann ich sagen, dass ich meine bisherigen persönlichen Ziele erreicht habe. Ich habe eine tolle Ausbildung und Erfahrungen, die mir keiner mehr nehmen kann! Hoffentlich kann ich meine Gastfamilie im nächsten Urlaub noch einmal besuchen. Wir können es kaum erwarten, uns wiederzusehen. – Ein Wiedersehen nach einem weiteren Jahr, einem Jahr, in dem ich schon wieder Fernweh verspüre!“

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