Interviews

Unsere Experten beantworten die wichtigsten Fragen rund um das Thema Auslandsaufenthalte

Die Nutzung der folgenden Interviews durch Journalisten, Redakteure und andere Mittler ist erwünscht und kostenfrei, soweit die Texte im inhaltlichen Zusammenhang mit weltweiser, den JuBi-Messen bzw. den Publikationen des weltweiser Verlags verwendet werden.

  • Schüleraustausch
  • Au-Pair
  • Freiwilligendienste
  • Sprachreisen
  • Work & Travel
  • WELTBÜRGER-Stipendien
weltweiser · Profilbild: Thomas Terbecl

3 Fragen an Thomas Terbeck
Gründer und Inhaber von weltweiser
hat bis zu seinem 25. Geburtstag fast 40 Länder bereist

1. Das klassische Zielland für einen Schüleraustausch sind sicherlich die USA. Welche Alternativen gibt es?

Die USA sind nach wie vor das beliebteste Gastland bei deutschen Jugendlichen. Jedes Jahr besuchen tausende deutsche Schülerinnen und Schüler eine amerikanische High School und leben bei einer Gastfamilie. Nachgefragt sind auch die anderen englischsprachigen Länder in Übersee, also Kanada, Neuseeland und Australien. Letztlich steht einem die Welt offen: Zum Schüleraustausch kann man nach Argentinien oder China, nach Südafrika oder Norwegen reisen.

2. Wenn man sich für einen Schüleraustausch entschieden hat, woran erkennt man eine gute Schüleraustauschorganisation?

Das wichtigste Merkmal ist die Qualität der Betreuung vor, während und nach der Zeit im Ausland. Dazu zählt eine intensive Vorbereitung in Einzelgesprächen und Gruppenseminaren, schriftliche Infomaterialien, und vor allem eine persönliche Betreuung während des Aufenthalts inklusive verantwortungsvollem Problemmanagement. Eine Nachbereitung nach der Rückkehr gehört aus unserer Sicht ebenfalls dazu. Gute Qualität zeichnet sich nicht zuletzt durch Preistransparenz, eine gute Erreichbarkeit der Ansprechpartner sowie geduldiges Auseinandersetzen mit kritischen Fragen aus.

3. Welche Grundvoraussetzungen muss man mitbringen, um an einem Schüleraustauschprogramm teilnehmen zu können?

In erster Linie müssen die Bewerber Interesse am Leben in einer fremden Kultur zeigen. Sie sollten die Bereitschaft mitbringen, sich in eine neue Familie auf Zeit und in ein unbekanntes Schulsystem zu integrieren. Weitreichende Kenntnisse der Sprache des Gastlandes werden von den Teilnehmern hingegen in der Regel nicht erwartet. Neben kultureller Offenheit und Toleranz sollten die Bewerber einen mindestens befriedigenden Notendurchschnitt vorweisen können.

 

Weitere Informationen zum Schüleraustausch, High School, Schuljahr im Ausland

weltweiser · Profilbild: Anna Coogan

3 Fragen an Anna Coogan
Bildungsberaterin bei weltweiser
hat als Au-Pair in Kanada gearbeitet

1. Welche Aufgaben übernimmt eine gute Au-Pair-Organisation?

Eine gute Organisation bereitet die Au-Pairs ausführlich auf ihre Zeit im Ausland vor. Sie unterstützt zukünftige Teilnehmer zum Beispiel bei Visa-Formalitäten, Versicherungsangelegenheiten oder der Organisation der Anreise. Bei Problemen im Gastland sollte es einen neutralen Ansprechpartner vor Ort geben. Im Vordergrund steht sicherlich eine sorgfältige Auswahl der Gastfamilien und der Au-Pairs. In Deutschland dient die Au-Pair Society e.V. als Anlaufstelle für Fragen rund um das Au-Pair Programm. Auf internationaler Ebene legt die International Au Pair Association (IAPA) verschiedene Standards für Au-Pair Aufenthalte fest.

2. Mit welchen Kosten muss ich bei einem Au-Pair Programm rechnen und wie viel kann ich verdienen?

Je nach Organisation und Wunschland betragen die reinen Programmkosten inklusive Versicherung zwischen 150 und 800 Euro. Die Gastfamilien kommen für die Unterkunft, Verpflegung und das Taschengeld auf. Au-Pair Programme in Europa und Amerika sind vergleichsweise günstig. Im Fall des klassischen Au-Pair-Ziels USA werden die Kosten für den Hin- und Rückflug von der amerikanischen Familie übernommen. Das wöchentliche Taschengeld ist auf 195,75 US-Dollar festgelegt, was etwa 150 Euro pro Woche entspricht.

3. Wie kann ich mich am besten auf einen Au-Pair Aufenthalt vorbereiten und wie sehen die Teilnahmevoraussetzungen aus?

Die Teilnehmer arbeiten in der Regel circa 35 Stunden pro Woche. Sie übernehmen die Verantwortung für die Kinder und erledigen leichte Tätigkeiten im Haushalt. Zu den Grundvoraussetzungen gehört, dass man über ausreichend Erfahrung im Bereich der Baby- bzw. Kinderbetreuung oder in der Jugendarbeit verfügt. Darüber hinaus muss man mindestens 18 Jahre alt sein, bei den meisten Programmen über einen Führerschein und über gute Sprachkenntnisse verfügen.

 

Weitere Informationen zu Au-Pair-Programmen

weltweiser · Profilbild: Lena Pletzinger

3 Fragen an Lena Pletzinger
Bildungsberaterin bei weltweiser
hat Freiwilligendienste in Ecuador und Costa Rica absolviert

1. Woran erkennt man eine gute/seriöse Organisation?

Zum Angebot einer seriösen Organisation zählt aus unserer Sicht eine gute und umfassende Betreuung mit einer intensiven kulturellen, länderkundlichen und projektbezogenen Vorbereitung der Teilnehmer in Deutschland. Eine pädagogische und fachliche Begleitung im Einsatzland und eine Nachbereitung nach Beendigung des Projektes gehören ebenfalls dazu. Ausreichende Informationen zu den Partnern im Gastland, über Versicherungen oder zu notwendigen Impfungen sollten auch geboten werden.

2. Organisierte Freiwilligendienste sind oft teuer. Sind die hohen Preise gerechtfertigt?

Wer nicht an einem finanziell geförderten Freiwilligendienst wie z.B. weltwärts, kulturweit oder dem Internationalen Jugendfreiwilligendienst IJFD teilnimmt, muss die mitunter hohen Programmkosten komplett selbst tragen. Sicherlich ist es sinnvoll, die Organisation um eine Aufschlüsselung der Kosten zu bitten, um zu sehen, wofür das Geld im Einzelnen verwendet wird. Interessenten sollten sich bewusst machen, dass insbesondere Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern kein Geld zur Verfügung haben, um deutsche Freiwillige einzufliegen und ihnen kostenlos Unterkunft und Verpflegung zu stellen.

3. Brauche ich überhaupt eine Organisation oder kann ich das auch allein organisieren?

Gerade für einen mehrmonatigen Freiwilligendienst empfiehlt es sich, gut vorbereitet über eine Organisation ins Ausland zu gehen. Da es sich bei der Mehrzahl der Teilnehmer um Abiturienten handelt, die weder Fachkenntnisse mitbringen, noch über Erfahrung mit ehrenamtlicher Projektarbeit verfügen, ist eine fundierte Vorbereitung besonders wichtig.  Über ihre Organisation können zukünftige Freiwillige zudem Kontakt zu ehemaligen Teilnehmern aufnehmen, um sich über die Bedingungen im Gastland und in den Projekten zu informieren.

 

Weitere Informationen zu Freiwilligendiensten

weltweiser · Profilbild: Marcus Grobe

3 Fragen an Marcus Grobe
Bildungsberater bei weltweiser
war auf Sprachreise in Spanien

1. Woran erkennt man eine gute/seriöse Organisation?

Auf dem deutschen Sprachreisemarkt agieren mehr als 150 Anbieter. Da fällt es schwer, die richtige Wahl zu treffen. Der Veranstalter sollte nicht zögern, mit Details wie Namen, Adresse, Ausstattung und Betreuungsstruktur der Sprachschule offen umzugehen und auf Wunsch Kontakte zu ehemaligen Teilnehmern herzustellen. Angaben zu den Unterrichtsinhalten, zu den Teilnehmerzahlen und Hinweise zur Qualifizierung des Lehrpersonals können erwartet werden. Eine Klassenstärke von 10 bis 12 Schülern und ein ausgeglichener Nationalitätenmix der Lernenden bieten optimale Voraussetzungen.

2. Welche Programmvarianten gibt es?

Sprachreisen können sich in Bezug auf folgende Aspekte unterscheiden: Unterrichtsform, Zusammensetzung des Kurses und Kursniveau, Lehrpersonal, Anzahl der Wochenstunden, Kursinhalte und Rahmenprogramm. Die „klassische“ Sprachreise beinhaltet drei bis vier Unterrichtstunden täglich, Hausaufgaben und Freizeitprogramm. Darüber hinaus werden Kurse mit deutlich mehr Unterrichtsstunden angeboten, beispielsweise Kurse, die auf das Abitur oder auf Englischsprachtests vorbereiten. Auch Sprachreisen, bei denen man zusätzlich z.B. Surfen, Golfen, Theater spielen oder Kochen lernt, können gebucht werden.

3. Mit welchen Kosten muss ich bei einer zweiwöchigen Sprachreise rechnen?

Eine Sprachreise kostet je nach Dauer, Zielland, Programmvariante und Unterbringungsart meist mehr als Tausend Euro. Für eine „klassische“ Schülersprachreise nach England liegen die  Programmkosten (inkl. An- und Abreise, Unterkunft und Verpflegung) bei 1.200 bis 2.000 Euro für zwei Wochen.

Weitere Informationen zu Sprachreisen

weltweiser · Profilbild: Ivo Thiemann

3 Fragen an Ivo Thiemann
Bildungsberater bei weltweiser
hat Australien per Work & Travel bereist

1. Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Work & Travel“?

Der Name ist Programm. Der Work & Travel-Reisende nimmt für ein paar Tage oder Wochen Jobs an und zieht in einem Zeitraum von in der Regel bis zu zwölf Monaten durchs Land. Zu den typischen Tätigkeiten gehören Aushilfsjobs in der Gastronomie, Farm- oder Fabrikarbeit. Die Teilnehmer übernachten oft in Jugendherbergen oder auf Campingplätzen und bereisen das Land in Gebrauchtwagen oder Überlandbussen. Kontakte zu Gleichgesinnten lassen sich auf diese Weise leicht knüpfen.

2. Wohin zieht es die meisten Work & Travel-Reisenden?

Die „klassischen“ Work & Travel-Ziele sind Australien, Neuseeland und Kanada. Aber auch in einigen Ländern Asiens kann mit dem entsprechenden Visum ein solches Programm absolviert werden. Work & Travel gibt es in der Form in den USA nicht. Für dieses Gastland werden Visa nur an eingeschriebene Studenten ausgestellt, die dann über den Sommer in Amerika jobben dürfen. Die maximale Aufenthaltsdauer in den USA beträgt fünf Monate.

3. Welche Visa benötigt man?

Die „klassischen“ Work & Travel-Ziele sind Australien, Neuseeland und Kanada. Aber auch in einigen Ländern Asiens kann mit dem entsprechenden Visum ein solches Programm absolviert werden. Work & Travel gibt es in der Form in den USA nicht. Für dieses Gastland werden Visa nur an eingeschriebene Studenten ausgestellt, die dann über den Sommer in Amerika jobben dürfen. Die maximale Aufenthaltsdauer in den USA beträgt fünf Monate.

Weitere Informationen zur Work & Travel-Aufenthalten

weltweiser · Profilbild: Anuschka Dinter

3 Fragen an Anuschka Dinter
Bildungsberaterin bei weltweiser
verantworlich für die WELTBÜRGER-Stipendien

1. Was hat es mit den WELTBÜRGER-Stipendien auf sich?

Aus der Überzeugung, dass junge Menschen sich durch die intensive Kulturerfahrung während eines Auslandsaufenthalts ganzheitlich weiterbilden und dabei einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung – und somit zur Wahrung der Würde und Freiheit jedes einzelnen Menschen – leisten, sind die Weltbürger-Stipendien von Thomas Terbeck ins Leben gerufen worden. Ziel ist es, Jugendliche auf ihrem ganz individuellen Weg zum Weltbürger zu fördern.

2. Wer vergibt die Stipendien und wer kann sich bewerben?

Die Weltbürger-Stipendien werden von verschiedenen deutschen Austauschorganisationen und weltweiser vergeben. Dabei gibt es Stipendien für Schüleraustausch-Programme, Sprachreisen, Freiwilligendienste, Praktika, Au-Pair und interkulturelle Begegnungen. Sie richten sich an Jugendliche aller Schulformen, die sich durch persönliches Engagement in den Bereichen Soziales, Kultur, Wissen, Innovation, Sport, Musik, Kunst oder Journalismus engagieren.

3. Was sind die Teilnahmevoraussetzungen?

Die genauen Bewerbungsvoraussetzungen und die Höhe des Stipendiums legt jede Organisation individuell fest. Für alle Stipendien gilt jedoch, dass neben dem persönlichen Engagement nicht zuletzt auch die finanziellen Möglichkeiten der Bewerber/innen, also u.a. das Einkommen der Familie, bei der Stipendienvergabe berücksichtigt werden.

Weitere Informationen unter www.weltbuerger-stipendien.de.

Noch Fragen?

Das weltweiser-Büro in Bonn ist Ihre Kontaktstelle für Pressebelange. Natürlich steht Ihnen das gesamte weltweiser-Team gerne für Fragen, Interviews und Vorträge zur Verfügung. Schreiben Sie uns einfach an ed.re1508397443siewt1508397443lew@e1508397443sserp1508397443 oder rufen Sie uns an. Tel.: 0228 391 847 84

X
X
PGlmcmFtZSB3aWR0aD0iMTAwJSIgaGVpZ2h0PSIxMDAlIiBzcmM9Imh0dHBzOi8vd3d3LnlvdXR1YmUuY29tL2VtYmVkL0NnSmlDSk9IZnU0P3JlbD0wJmNvbnRyb2xzPTAmc2hvd2luZm89MCIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93ZnVsbHNjcmVlbj48L2lmcmFtZT4=
KENNST DU SCHON UNSER JUBI-VIDEO?