Auslandsjahr

Was ist ein Auslandsjahr?

Mädchen mit Gepäck

Der Begriff „Auslandsjahr“, der sich heutzutage großer Beliebtheit erfreut, wird inzwischen synonym für längerfristige Auslandsaufenthalte aller Art verwendet. So umfasst der Begriff unter anderem die Programmarten Schüleraustausch, Au-Pair, Freiwilligenarbeit, Work & Travel, Auslandspraktikum, Auslandsstudium und teilweise sogar Sprachreisen. Dabei muss es sich, anders als der Begriff vermuten lässt, oftmals noch nicht mal um einen Aufenthalt von einem ganzen Jahr handeln.

Wann ist ein Auslandsjahr möglich?

Durch einen Schüleraustausch oder einen Schulaufenthalt im Ausland ist ein Auslandsjahr bereits während der Schulzeit möglich. Dabei ist es gleich, ob es sich um ein „Term“, also 3 Monate, ein Schulhalbjahr, also 5 Monate, oder ein gesamtes Schuljahr mit 10 Monaten handelt. So ist ein Auslandsjahr, das in der Regel in der Oberstufe erfolgt, bereits ab 15/16 Jahren möglich, wobei in einigen Ländern sogar ein Schüleraustausch ab 13 Jahren ermöglicht wird.

Aber auch nach der Schulzeit gibt es verschiedene Möglichkeiten ein Auslandsjahr zur Überbrückung, auch als Gap Year bekannt, einzulegen. Dabei haben Schulabgänger, die bereits 18 Jahre alt sind, die Wahl zwischen Freiwilligenarbeit, Au-Pair, Work & Travel, Auslandspraktikum und Schnupperstudium. Da einige dieser Programme aufgrund von Visabestimmungen und fehlenden Betreuungsstrukturen wegfallen, wenn man noch nicht volljährig ist, haben wir unter dem Menüpunkt „Unter 18 ins Ausland“ alle Möglichkeiten für ein Auslandsjahr unter 18 gelistet.

Wer nach der Schulzeit bereits mit einer Ausbildung oder einem Studium begonnen hat, kann außerdem einen Teil der Ausbildung im Ausland absolvieren oder über geförderte Praktika und Auslandssemester Auslandserfahrung erlangen.

Sprachreisen sind sowohl während der Schulzeit möglich, als auch nach der Schulzeit, oftmals auch in Kombination mit anderen Programmen wie z.B. Au-Pair und Freiwilligenarbeit. Außerdem gibt es diverse Sprachreiseangebote für Erwachsene und Senioren.


Ratgeber Auslandsjahr

Schüleraustausch, Freiwilligenarbeit, Work & Travel und mehr!

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Wohin kann ein Auslandsjahr gehen?

Die möglichen Gastländer hängen von der jeweiligen Programmart ab. Während sich beim Schüleraustausch beispielsweise die USA großer Popularität erfreuen, sind für Work & Travel vor allem Australien, Neuseeland und Kanada gefragt.

Die zwanzig beliebtesten Gastländer für den Schüleraustausch waren in den letzten Jahren USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Südafrika, Großbritannien, Irland, Frankreich, Spanien, Italien, Polen, Norwegen, Schweden, Argentinien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Ecuador, Japan und China. Ähnlich sieht es mit den Gastländern auch beim Au-Pair-Programm aus. Hier sind auch mit Abstand die USA das Lieblingsziel deutscher Au-Pairs. Sowohl beim Auslandspraktikum als auch beim Auslandsstudium gibt es viele mögliche Destinationen. Oft haben die Heimatuniversitäten auch Partneruniversitäten in verschiedenen Ländern, was einen Austausch erleichtert.

Typische Zielländer für Freiwilligenarbeit hingegen finden sich in Lateinamerika, Afrika und Asien. Natürlich suchen aber immer auch Projekte in Europa oder Nordamerika Unterstützung. Hier kommt es unter anderem auf deine eigene Schwerpunktsetzung an. Soll das Projekt Teil eines geförderten Freiwilligendienstes sein? Soll das Projekt sozial, ökologisch oder eher entwicklungspolitisch ausgelegt sein? Details hierzu findest du auf der Seite zur Freiwilligenarbeit.

Neben den sehr beliebten Work & Travel-Ländern Australien, Neuseeland und Kanada ist ein Working Holiday auch in Argentinien, Chile, Hongkong, Israel, Japan, Südkorea, Taiwan und Uruguay möglich, da es auch dort ein entsprechendes Abkommen gibt. Wer lieber nicht ganz so weit in die Ferne schweifen möchte, kann natürlich Work & Travel auch in Europa machen.


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Aachener Dom
25. April
Aachen
Schulzentrum Laurensberg
10 bis 16 Uhr
Hochzeitsturm Darmstadt
16. Mai
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Lichtenberg-Gymnasium
10 bis 16 Uhr
Westfalenstadion Dortmund
06. Juni
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Leibniz-Gymnasium
10 bis 16 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg
06. Juni
Hamburg
Gymnasium Heidberg
10 bis 16 Uhr

Was bringt ein Auslandsjahr?

Ein Auslandsjahr kann ohne Frage einen maßgeblichen Einfluss auf die persönliche Weiterentwicklung haben. Eigenschaften wie Selbstständigkeit, Kompromissbereitschaft, Anpassungsfähigkeit, Toleranz und Offenheit profitieren von der eigenständigen Durchführung eines langfristigen Auslandsaufenthaltes. Ganz abgesehen davon, arbeitest du automatisch an Schlüsselqualifikationen, die dir neue berufliche Perspektiven eröffnen können. So ist neben dem Spracherwerb vor allem die Eigenständigkeit und das Selbstbewusstsein gefragt.

Wie finde ich das passende Programm für mein Auslandsjahr?

Bei der Wahl des Programms muss man sich zunächst einmal damit beschäftigen, was für Anforderungen man selbst mitbringt und was man sich von dem Auslandsaufenthalt verspricht. Wer den High-School-Spirit und womöglich sogar eine Prom Night live erleben möchte, für den bietet sich ein klassischer High-School-Aufenthalt in den USA an. Allerdings sollte man sich selbst fragen, ob man bereits die persönliche Reife besitzt, in jungen Jahren für eine Zeit auf sein gewohntes Umfeld, seinen Freundeskreis und seine Familie verzichten zu können.

Wer lieber erst nach dem Schulabschluss ins Ausland möchte, hat eine Reihe an Möglichkeiten. Während Work & Travel ein hohes Maß an Selbstständigkeit erfordert, aber auch große Freiheiten bietet, kann man bei dem Au-Pair-Programm mit einer festen Basis und einem geregelten Einkommen rechnen. Dabei erlebt man wie z.B. auch im Schüleraustausch mit der Unterbringung in einer Gastfamilie den täglichen Alltag im Gastland viel intensiver.

Bei der Freiwilligenarbeit hat man auch ein festes Projekt in dem man sich engagiert, allerdings sollte man sich darauf vorbereiten, dass man ggfs. auch auf gewohnten Komfort wie z.B. fließendes Wasser, funktionierende Sanitäranlagen und eine verlässliche Stromversorgung verzichten muss. Weiterhin gibt es die Programme, bei denen ein gewisser Fortbildungscharakter im Vordergrund steht und durch die man Einblicke in das Berufsleben oder das Collegeleben im Gastland gewinnt. Dazu gehören das Auslandspraktikum oder aber das Auslandsstudium. Selbstverständlich spielen bei der Auswahl der Programmart auch die Kosten eine nicht unerhebliche Rolle.


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Die nächsten Beratungstage, aktuelle Preise und Angebote sowie viele weitere Tipps und Infos zu verschiedenen Programmen weltweit findest du im AuslandsForum.

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Großes High-School-Forum zum Erfahrungsaustausch von zukünftigen, aktuellen und ehemaligen Austauschschülern.


Was kostet ein Auslandsjahr?

Die Kosten für ein Auslandsjahr variieren von Programm zu Programm stark. Und auch innerhalb einiger Programmarten gibt es Abstufungen. Zum Beispiel kostet das Schulwahlprogramm bei einem High-School-Aufenthalt mehr als das Regionenwahlprogramm und das wiederum kostet mehr als das einfache Länderwahlprogramm. Dann gibt es natürlich den Unterschied zwischen einem Privatschul- oder Internatsaufenthalt und dem Besuch einer öffentlichen Schule mit Unterbringung in einer Gastfamilie. Bei einem einfachen Schüleraustausch in den USA geht es ab knapp 9.000 Euro los. Eine einkommensabhängige Förderung für den Schüleraustausch stellt das Auslands-BAföG für Schüler dar, das nicht zurückgezahlt werden muss.

Als Au-Pair hat man weit weniger Kosten als bei den anderen Programmen. Zum einen erhält man ein monatliches Taschengeld, zum anderen hat man keine Kosten für Unterkunft und Verpflegung. Je nach Gastland betragen die Programmkosten zwischen 180 Euro und 1.300 Euro und in einigen Ländern fallen sogar die Kosten für die Anreise weg. Achtung: Um als Au Pair in den USA arbeiten zu dürfen, muss man über eine anerkannte Organisation einreisen.

Wer sich für Work & Travel interessiert, sollte bereits über ein Startkapital verfügen, da die Visumsvergabe oft an einen gewissen Betrag gekoppelt ist, der auf dem eigenen Konto liegt. So soll sichergestellt werden, dass sich Backpacker, die nicht direkt einen Job finden, selbst finanzieren können. Hinzu kommen natürlich die Kosten für Versicherung und Flug und ggfs. einen Anbieter, der bei der Organisation des Aufenthalts behilflich sein kann. Achtung: In der Regel muss bei Einreise ein Rückflugticket nachgewiesen werden. Bei der Freiwilligenarbeit gibt es grundsätzlich den Unterschied zwischen geförderten Freiwilligendiensten, bei denen die Projekte finanziell bezuschusst werden und der freien Freiwilligenarbeit. Bei letzterer müssen die Kosten für Unterkunft und Verpflegung selbst getragen werden und die Anbieter erhalten einen Betrag für die Organisation der Projekte.

Programme wie Auslandsstudium, Schnupperstudium und Auslandspraktikum sind in der Regel recht kostspielig, sofern sie nicht im Rahmen eines Studiums an einer deutschen Uni oder einer Ausbildung durchgeführt werden. Während des Studiums oder einer Ausbildung können Auslandssemester und Praktika durch beispielsweise Erasmus+, Auslands-BAföG oder Ausbildung weltweit gefördert werden. Bei einem Sprachenjahr kommt man selbst für den Unterricht an der Sprachschule, Unterkunft und Verpflegung sowie Versicherung und Reisekosten auf, sodass auch dieses Programm gewisse Rücklagen oder spendable Verwandte erfordert.


Fördermöglichkeiten und Erfahrungsberichte

Stipendien

Durch Stipendien und Fördermöglichkeiten kann ein Auslandsjahr mehr jungen Menschen ermöglicht werden.

Erfahrungsberichte

In spannenden Erfahrungsberichten erzählen junge Globetrotter von ihrem Auslandsjahr.


Wer bietet ein Auslandsjahr an?

Es gibt sehr viele verschiedene Anbieter, die sich auf Auslandsprogramme spezialisiert haben und sich mit den Visavoraussetzungen, Anmeldemodalitäten und Gegebenheiten vor Ort bestens auskennen. Während sich einige Organisationen auf bestimmte Programmarten spezialisieren, gibt es auch die, die ein breit gefächertes Spektrum an Programmarten anbieten. Alleine für den Schüleraustausch gibt es über 100 Organisationen in der deutschen Austauschbranche.

Wie finde ich den passenden Anbieter für mein Auslandsjahr?

Die einfachste und sicherste Variante ist die Beauftragung einer Austauschorganisation, die dir bei der Umsetzung deines Auslandsprojekts behilflich ist und dir auch im Gastland mit Rat und Tat beiseite steht. Gerade bei einem Schulaufenthalt in der Ferne ist die Betreuung vor Ort, sowie die Vor- und Nachbereitung des Aufenthaltes unseres Erachtens sehr wichtig. Wie aber findet man den passenden Anbieter für sein Vorhaben?

Wer sich nicht durch etliche Websites durchklicken möchte, nur um nachher genau so schlau wie vorher zu sein, kann die Gelegenheit nutzen, die Anbieter persönlich auf einer der bundesweit stattfindenden JugendBildungsmessen kennenzulernen. Die Infomesse zu Auslandsaufenthalten bietet die Möglichkeit, alle offenen Fragen anzusprechen und Anbieter direkt zu vergleichen.

Im Handbuch Fernweh findet man neben vielen wichtigen Tipps & Infos rund um den Schüleraustausch, auch Kriterien zur Auswahl der passenden Organisation. Zudem enthält der Ratgeber nützliche Preis-Leistungs-Tabellen für die 20 beliebtesten Gastländern, in denen aufgeschlüsselt wird, welcher Anbieter was genau, zu welchem Preis anbietet. Das erleichtert den Auswahlprozess und das Vergleichen verschiedener Anbieter.


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Was für Auslandsaufenthalte gibt es noch?

Workcamps, Jugendbegegnungen, Summercamps und Jugendreisen fallen durch ihren eher kurzfristigen Charakter in der Regel nicht unter den Begriff „Auslandsjahr“, da es sich hierbei eher um klassische Ferienprogramme handelt. Die Ausnahme sind Sprachreisen, denn obwohl das Wort „Auslandsjahr“ einen langen Zeitraum suggeriert, werden Sprachreisen teils genau unter diesem Begriff geführt. Das mag daran liegen, dass neben den zwei- bis dreiwöchigen Standardsprachreisen auch das sogenannte Sprachenjahr möglich ist, bei dem bis zu ein Jahr lang eine Sprachschule im Ausland besucht wird und dass eine Kombination von einer Sprachreise mit einem anderen Programm wie z.B. Auslandspraktikum, Freiwilligenarbeit nicht unüblich ist.


Alle Auslandsprogramme im Überblick

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