Freiwilligenarbeit

Ehrenamtliches Engagement im Ausland

Freiwilligenarbeit

Freiwillige helfen ehrenamtlich bei sozialen, ökologischen oder kulturellen Projekten mit. Internationale Freiwillige unterstützen die Mitarbeiter vor Ort, indem sie alltäglich anfallende Aufgaben übernehmen und sich mit ihren eigenen Ideen und Vorschlägen in die Projektarbeit einbringen. Oftmals entstehen durch die Arbeit Kontakte zu einheimischen Familien sowie zu anderen internationalen Freiwilligen. In der Regel ist man in Gemeinschaftsunterkünften im Projekt oder in Gastfamilien untergebracht. Viele Organisationen und Vereine bieten die Vermittlung von Freiwilligen in derartige Projekte an.


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Tipps & Infos zu Freiwilligenarbeit

Optionen, Organisation, Kosten…

WIE LANGE DAUERT EIN FREIWILLIGENDIENST?

Es gibt Freiwilligendienste, die nur wenige Wochen dauern, andere erstrecken sich über den Zeitraum von mehreren Monaten, einem Jahr oder sogar länger. Möchte man sich für einen finanziell geförderten Freiwilligendienst bewerben, sind Dauer und Ausreisezeitpunkt genau vorgeschrieben. Die Mehrzahl dieser Einsätze hat eine Dauer von sechs oder zwölf Monaten.

WANN IST EIN START ALS FREIWILLIGER MÖGLICH?

Erfahrungsgemäß beginnen die meisten Freiwilligen ihre ehrenamtliche Tätigkeit im Sommer. Das ist der Zeitpunkt, zu dem viele Projekte neue Freiwillige suchen. Der Einstieg ist aber prinzipiell auch zu anderen Jahreszeiten möglich und mitunter vom Projekt im Gastland abhängig.

TYPISCHE ZIELREGIONEN: ASIEN, AFRIKA UND LATEINAMERIKA

Einen Freiwilligendienst leisten junge Erwachsene in der Regel in Entwicklungs- und Schwellenländern vor allem in Lateinamerika, Afrika oder Asien. Angeboten werden Freiwilligendienste aber auch innerhalb Europas, z.B. in osteuropäischen Ländern. Vergleichsweise wenige Freiwillige arbeiten in Projekten in Industrienationen wie beispielsweise den USA oder Australien. Für diese Länder gibt es nur relativ wenige Angebote (insbesondere was die geförderten Dienste betrifft).

WIE TEUER IST EIN FREIWILLIGENDIENST?

Obwohl man sich ehrenamtlich und unentgeltlich für eine Sache einsetzt, ist Freiwilligenarbeit nicht kostenlos durchführbar. Für die An- und Abreise, Versicherung, Unterkunft und Verpflegung sowie ggf. einen Sprachkurs kommt man in der Regel selbst auf – allerdings gibt es Dienste, die finanziell bezuschusst werden.

Formal unterschieden wird zwischen den geförderten internationalen Freiwilligendiensten und den kostenpflichtigen, nicht geförderten, „ungeregelten“ Projekten. Letztgenannte Programme kann man seinen Wünschen und Vorstellungen entsprechend buchen: Man selbst bestimmt Einsatzbereich, Beginn und Dauer des Aufenthalts und lässt sich von der deutschen Entsendeorganisation in ein passendes Projekt vermitteln.

Geförderte Freiwilligendienste werden z.B. vom Bund oder der EU finanziell bezuschusst, wodurch sich die Programmkosten für den Teilnehmer reduzieren. Oft werden die Freiwilligen dazu aufgefordert, einen Spender- oder Unterstützerkreis aufzubauen und auf diesem Weg zusätzliche Gelder zu akquirieren. Wer sich für einen geförderten Dienst bewerben möchte, sollte frühzeitig mit der relativ aufwendigen und zeitintensiven Recherche beginnen. Geförderte Plätze sind sehr nachgefragt und die Bewerbungsfristen können weit vor dem geplanten Ausreisezeitraum liegen. Zudem ist Flexibilität gefragt, da sowohl der Programmbeginn als auch die Dauer vorgegeben sind und man zwar meist, aber nicht immer bestimmen kann, in welches spezifische Projekt es geht.

WELCHE FREIWILLIGENDIENST-VARIANTEN GIBT ES?

Freiwilligendienste können diverse inhaltliche Ausrichtungen haben. Grob differenzieren lässt sich zwischen sozialen, ökologischen und kulturellen Arbeitsfeldern. Die Mehrheit der ehrenamtlich im Ausland tätigen jungen Erwachsenen engagiert sich im sozialen Bereich.

SOZIALE FREIWILLIGENDIENSTE

Eine Reihe an sozialen Projekten konzentriert sich auf das Wohlergehen von Kindern. Ehrenamtlich tätig werden kann man z.B. in Kinderheimen bzw. Waisenhäusern, in Straßenkinderprojekten oder in Schulen und Bildungseinrichtungen. Aber auch andere Projekte im Bereich der Entwicklungsarbeit oder Gesundheitsvorsorge können von Freiwilligen mitbetreut werden. So gibt es Freiwillige, die beim Aufbau einer Infrastruktur mit anpacken oder die Hilfsbedürftige wie alte, kranke oder behinderte Menschen betreuen.

ÖKOLOGISCHE FREIWILLIGENDIENSTE

Wer sich im Bereich Natur und Umwelt engagieren möchte, hat im Rahmen eines ökologischen Freiwilligendienstes Gelegenheit dazu. Oft geht es um das Thema Tierschutz und -pflege. Zur Erhaltung der Landschaft werden zudem Einsätze in Nationalparks angeboten.

KULTURELLE FREIWILLIGENDIENSTE

Immer mehr im weitesten Sinne kulturelle Projekte wecken das Interesse von Freiwilligen. Tätigkeitsfelder können Kulturzentren, Museen oder Gedenkstätten sein. Je nach Projektausrichtung ist ein Interesse an Geschichte und Politik von Vorteil.

WORKCAMPS

Bei Workcamps handelt es sich um Kurzzeitfreiwilligendienste, die teilweise auch schon unter 18-Jährigen offenstehen. Zusammen mit anderen jungen Erwachsenen arbeitet man für ein paar Wochen während der Schulferien, zwischen Schulabschluss und dem Beginn der Ausbildung/des Studiums oder während der Semesterferien an einem Projekt im Ausland mit. Mehrheitlich handelt es sich um soziale, pädagogische, ökologische und kulturelle Projektbereiche. Es gibt jedoch weitere Ausrichtungen, die sich den vier genannten Kategorien nicht eindeutig zuordnen lassen. Wer z.B. erst einmal austesten möchte, ob ein langfristiger Freiwilligendienst das richtige Programm ist, hat über die Teilnahme an einem Workcamp Gelegenheit, in die Welt der Freiwilligendienste hineinzuschnuppern.

FREIWILLIGENDIENSTE FÜR MENSCHEN MIT FACHWISSEN

Theoretische oder praktische Kenntnisse, die im Rahmen einer Ausbildung, eines Studiums oder im Berufsalltag erworben wurden, können sich positiv auf die Bewerbung um einen Freiwilligendienst auswirken. Es gibt sogar Freiwilligendienste die sich explizit z.B. an Medizinstudenten richten.

FREIWILLIGENDIESNTE FÜR SENIOREN

Freiwilligendienste aller Art erfreuen sich seit geraumer Zeit mehr und mehr auch dem Zuspruch älterer Menschen. Dies hat dazu geführt, dass viele Organisationen, die Freiwillige entsenden, verstärkt Einsatzmöglichkeiten für Menschen ab 50 Jahren anbieten. Näher informieren kann man sich auf der Seite SeniorenBildungsmesse.de.

SIND DIE VORAUSSETZUNGEN ERFÜLLT?

Die überwiegende Mehrheit der Projekte richtet sich an junge Menschen im Alter von 18 Jahren bis Ende 20. Volljährigkeit wird also fast immer vorausgesetzt. Nicht jedes Projekt kommt für jeden potenziellen Freiwilligen infrage. Je nach Arbeitsfeld können bestimmte Vorkenntnisse erwünscht sein (z.B. Fremdsprachenkenntnisse oder fachliches Wissen im Bereich der Pädagogik oder Medizin).

WAS MAN SONST NOCH WISSEN SOLLTE

Ein Freiwilligendienst kann eine große Herausforderung darstellen. Gerade im Bereich sozialer Projekte wird man auf ungewohnte Umstände treffen und Menschen begegnen, denen es finanziell, physisch oder psychisch schlecht geht. Wahrscheinlich kann man sich anfangs noch nicht einmal ausreichend mit ihnen verständigen, da man ihre Sprache nicht spricht – und zugleich nicht erwarten darf, dass sie Englisch verstehen. Anpassungsbereitschaft ist gefragt. Gerade bei Freiwilligendiensten in Entwicklungs- und Schwellenländern ist der gewohnte Alltagskomfort selten gegeben. Man muss bereit sein, ggf. auf die tägliche Dusche, das Surfen im Internet oder eine abwechslungsreiche Ernährung zu verzichten.

Wahre Motivation, Einsatzbereitschaft und Überzeugung für die Sache zählen letztendlich zu den Grundvoraussetzungen eines jeden internationalen Freiwilligendienstes. Über ihre ganz persönlichen Erfahrungen, Eindrücke und Erlebnisse berichten Freiwillige im Stubenhocker. Die Zeitung für Auslandsaufenthalte.

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Arbeit bei einer Radiostation in Südafrika, Einsatz als Schildkrötenpflegerin in Sri Lanka oder Deutschunterricht in der Mongolei – die Einsätze in der Freiwilligenarbeit sind ebenso vielfältig wie spannend und herausfordernd. Willst du erfahren, was andere Freiwillige im Ausland erlebt haben und wie ihre Arbeit in Freiwilligenprojekten aussah?

Zusätzlich bieten Bildungsexperten mit aktuellen Themen rund um die Freiwilligenarbeit hilfreiche Informationen. Hier erhältst du einen Einblick in die Freiwilligenarbeit in anderen Ländern und lässt dich vielleicht sogar dazu inspirieren, selbst in die Ferne zu ziehen. Alle Erfahrungsberichte findest du auch im Kompass. Viel Spaß beim Lesen!

Viele weitere Erfahrungsberichte zum Thema Freiwilligenarbeit findest du im Kompass.


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Interview zu Freiwilligenarbeit

3 Fragen an Ivo Thiemann

Bildungsberater bei weltweiser
hat einen Freiwilligendienst in Benin absolviert

weltweiser · Ivo Thiemann · Projektkoordinator · weltweiser-Team

1. Welche Aufgaben übernimmt eine gute Au-Pair-Organisation?

Eine gute Organisation bereitet die Au-Pairs ausführlich auf ihre Zeit im Ausland vor. Sie unterstützt zukünftige Teilnehmer zum Beispiel bei Visa-Formalitäten, Versicherungsangelegenheiten oder der Organisation der Anreise. Bei Problemen im Gastland sollte es einen neutralen Ansprechpartner vor Ort geben. Im Vordergrund steht sicherlich eine sorgfältige Auswahl der Gastfamilien und der Au-Pairs. In Deutschland dient die Au-Pair Society e.V. als Anlaufstelle für Fragen rund um das Au-Pair Programm. Auf internationaler Ebene legt die International Au Pair Association (IAPA) verschiedene Standards für Au-Pair Aufenthalte fest.

2. Mit welchen Kosten muss ich bei einem Au-Pair Programm rechnen und wie viel kann ich verdienen?

Je nach Organisation und Wunschland betragen die reinen Programmkosten inklusive Versicherung zwischen 150 und 800 Euro. Die Gastfamilien kommen für die Unterkunft, Verpflegung und das Taschengeld auf. Au-Pair Programme in Europa und Amerika sind vergleichsweise günstig. Im Fall des klassischen Au-Pair-Ziels USA werden die Kosten für den Hin- und Rückflug von der amerikanischen Familie übernommen. Das wöchentliche Taschengeld ist auf 195,75 US-Dollar festgelegt, was etwa 150 Euro pro Woche entspricht.

3. Wie kann ich mich am besten auf einen Au-Pair Aufenthalt vorbereiten und wie sehen die Teilnahmevoraussetzungen aus?

Die Teilnehmer arbeiten in der Regel circa 35 Stunden pro Woche. Sie übernehmen die Verantwortung für die Kinder und erledigen leichte Tätigkeiten im Haushalt. Zu den Grundvoraussetzungen gehört, dass man über ausreichend Erfahrung im Bereich der Baby- bzw. Kinderbetreuung oder in der Jugendarbeit verfügt. Darüber hinaus muss man mindestens 18 Jahre alt sein, bei den meisten Programmen über einen Führerschein und über gute Sprachkenntnisse verfügen.

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